proWIN setzt sich für Frühgeborenenintensiv-Station ein

„Frühchen-Mama“ möchte Mut machen

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Frauen- und Kinderklinik St. Louise freut sich über einen Spendencheck in Höhe von 500 Euro der Firma proWIN. Anfang des Jahres entschied sich die Vertriebsleiterin Margot Schlüter aus Büren, Spenden im Rahmen des 25-jährigen Firmenjubiläums für die Frühgeborenenintensiv-Station zu sammeln. Dieses Projekt liegt ihr sehr am Herzen. Sie selbst brachte vor 27 Jahren ein Frühchen in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise zur Welt und begleitete ihre Tochter zwei Monate lang auf der Frühchen-Station.

Die Firma proWIN überreichte der Frühgeborenen-Intensivstation eine Spende in Höhe von 500 Euro.

„Das Team der Kinderklinik hat mir und meiner Tochter damals so sehr geholfen – jetzt ist es an der Zeit etwas zurückzugeben“, betont Margot Schlüter. Was es bedeutet, um sein frühgeborenes Kind zu bangen, erfuhr sie, als sie ihre Tochter Lorena mit nur 1030 Gramm in den Armen hielt. „Die erste Zeit war für mich unglaublich belastend. Jeden Tag fuhren wir in die Klinik und machten uns Sorgen darüber, wie sich unsere winzige Tochter entwickeln würde.“ Doch die Sorgen der Eltern sollten unbegründet bleiben: Lorena ist heute kerngesund und auch in ihrer Kindheit hatte sie keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen. Gabi Grobbel, Teamleiterin der Pädiatrie, kann sich noch an Familie Schlüter erinnern: „Es ist immer schön zu erfahren, was aus unseren kleinsten Patienten geworden ist. Lorena ist ein tolles Beispiel dafür, dass frühgeborene Kinder die möglichen Nachteile ihrer früheren Geburt im Laufe der Kindheit wieder aufholen.“ Zur Spendenübergabe brachte sie die lebensechte Frühchen-Puppe „Louisa“ mit. Lorena selbst konnte es kaum glauben, dass sie einmal so klein war.
In den letzten Jahrzehnten hat sich bei der Versorgung von Frühgeborenen  viel getan. Heutzutage steht die Einheit von Mutter und Kind stark im Fokus. Damit die Kleinen die Nähe und Wärme der Eltern spüren, werden sie den Eltern so früh wie möglich auf die Brust gelegt. Nicht nur der medizinische Fortschritt, sondern auch viele weitere Hilfsmittel und Vereine, unterstützen die heutigen Frühchen-Eltern. „Damals musste ich für Lorenas Kleidung in der Puppenabteilung einkaufen. Glücklicherweise hat sich das geändert“, erinnert sich Margot Schlüter zurück. „Die Spende soll ein kleiner Beitrag dazu sein, die Versorgung noch weiter zu verbessern. Ich möchte an alle Frühchen-Eltern appellieren, niemals den Mut zu verlieren.“

Das Spendenprojekt
Im Jubiläumsjahr freut sich proWIN über Spenden in Höhe von knapp einer Millionen Euro, die durch eine große Charity-Aktion für diverse soziale Projekte zusammen kam. Die Vertriebspartner konnten sich für ihr Herzensprojekt qualifizieren - die Gewinner wurden mit 500 Euro für den guten Zweck belohnt.


Bildunterzeile:
So groß wie die Frühchenpuppe „Louisa“ war Lorena Schlüter selbst einmal: von links: Lorena Schlüter, Margot Schlüter, Firma proWIN, und Gabi Grobbel, Teamleitung Pädiatrie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Foto: St. Vincenz-Krankenhaus/Hoppe