Unterstützung für die Pflege zu Hause

St. Vincenz-Krankenhaus begleitet pflegende Angehörige

Angehörige, die ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu Hause betreuen möchten, stehen anfangs vor einer besonderen Herausforderung. Um Familien mit dieser Aufgabe nicht alleine zu lassen, gibt es im St. Vincenz-Krankenhaus ein neues Service-Angebot: Das Team der „Familialen Pflege“ bietet individuelle Trainings und Gesprächskreise an, um pflegende Angehörige zu stärken.

von links: Markus Kamin (Pflegedienstleiter), Sr. Bernadette M. Putz (Geschäftsführerin der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH), Irmgard Witte (Familiale Pflege), Marion Schwerthelm (Pflegedirektorin).

Das neue Unterstützungsangebot gilt für Patienten, die pflegebedürftig aus dem Krankenhaus entlassen werden oder bereits pflegebedürftig sind. „In einer neuen oder veränderten Pflegesituation herrscht häufig eine große Unsicherheit in der Familie“, weiß Irmgard Witte aus dem Team der Familialen Pflege. „Mit dem Spagat zwischen dem Wunsch, helfen zu wollen und der Verantwortung des eigenen Alltags, sind viele zunächst überlastet. Unser Ziel ist es, Angehörige für die bevorstehende oder bereits bestehende Pflegeaufgabe optimal zu rüsten. Daher bieten wir schon vor der Entlassung des Patienten individuelle Trainings an und bringen konkrete Techniken bei. Speziell ausgebildete Pflegefachkräfte stehen mit ihrer Fachkompetenz zur Seite.“ Bis zu sechs Monate nach der Entlassung können Angehörige auch zu Hause zusammen mit den Pflegefachkräften in Einzeltrainings weiterüben. Sie erlernen wichtige Handgriffe, die richtige Haut- und Körperpflege, Mobilisationstechniken und erfahren wie Hilfsmittel sinnvoll einsetzt werden. „Die Kurse geben Sicherheit und stärken das Selbstvertrauen“, weiß Witte. „Die Familien sind dankbar für jeden Tipp in ihrer neuen Lebenslage.“ Die ersten Schulungen sind bereits erfolgreich angelaufen.
Um die Kompetenzen der Angehörigen weiter zu vertiefen bietet das Team ab Oktober weitere kostenlose Kurse an. „In unserem Initialpflegekurs stellen wir gemeinsam die Weichen für die häusliche Pflege und besprechen bestehende Herausforderungen und Lösungsansätze. Darüber hinaus haben wir einen Demenzpflegekurs etabliert. Wir geben Alltagshilfen und möchten dazu beitragen, dass sich die Familie in der häuslichen Pflegesituation wohlfühlt“, so das Team. Für die dauerhafte Unterstützung findet einmal im Monat einen Gesprächskreis statt, der die Fragen der Angehörigen aufgreift und Gelegenheit zum Austausch bietet.
Die Pflegekurse sind für Patienten und Angehörige – unabhängig von der Krankenkasse  − kostenfrei. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Tel. 05251/86-1317 oder Tel. 05258/10-581.