Weltfrühgeborenentag am 17. November

Frauen- und Kinderklinik St. Louise erstrahlt lila

Die Frauen- und Kinderklinik St. Louise setzt am 17. November ein besonderes Lichtzei-chen: Anlässlich des Weltfrühgeborenentages wird die gesamte Klinik in lila – der offiziellen Farbe der Frühchen – erstrahlen. Die internationale Aktion „Lila-Licht für Frühchen“ („Purple for Preemies“) macht jährlich auf die Bedürfnisse von Frühgeborenen und deren Familien aufmerksam. Auch dem Team der Frühgeborenen-Intensivstation liegt dieser Tag sehr am Herzen.

„Normalerweise laden wir am Aktionstag alle ehemaligen Frühgeborenen und deren Familien ein, uns in der Klinik zu besuchen. Das ist nicht nur für die Familien ein besonders schöner und emotionaler Anlass, auch für uns ist es toll zu sehen, was aus unseren Kleinsten geworden ist. In diesem Jahr muss das Treffen wegen des Corona-Virus ausfallen. Dennoch lassen wir es uns nicht nehmen, diesem Tag besondere Beachtung zu schenken. Wir werden die Station schmücken und lilafarbene Kasacks tragen“, berichtet Gaby Grobbel, Teamleiterin auf der Frühchen-Station. Eines von zehn Neugeborenen in Deutschland kommt vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt und ist somit ein Frühchen. Jährlich sind es ca. 60.000 Kinder in Deutschland, etwa 220 von ihnen wurden in 2019 in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn geboren.
 
Ein Frühstart ins Leben ist sowohl für das Neugeborene als auch für die Eltern eine Ausnahmesituation. Die Kinder sind oft mehrere Monate auf der Station − für Eltern eine Zeit der emotionalen Achterbahn, in der sie teilweise um das Leben ihrer Kinder bangen. Zudem ist es eine intensive Zeit mit vielen Ängsten, aber auch schönen Momenten und wichtigen Erlebnissen, wenn die Kinder wieder einen weiteren Entwicklungsschritt geschafft haben.

Dem Team der Station ist es ein großes Anliegen, den Eltern eine emotionale Stütze zu sein und vor allem eine enge Bindung zwischen Eltern und Kind vom ersten Tag an zu fördern. „Frühchen brau-chen Nähe, Wärme und viel Hautkontakt. Dies ist für die Entwicklung der Kleinen extrem wichtig“, so Dr. Frank Dohle, Oberarzt auf der Frühgeborenen-Intensivstation.
„Alle Mitarbeiter der Frühchen-Station sind hoch motiviert und leisten Enormes. Sie laufen täglich erneut zur Höchstform auf. Dafür möchte ich herzlich ‚Danke‘ sagen“, betont PD Dr. Friedrich Ebin-ger, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Perinatalzentrum St. Louise
Gemeinsam mit der Geburtshilfe bildet die Frühgeborenenintensivstation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ein sogenanntes  Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1), in dem Risikoschwangere und Frühgeborene optimal behandelt werden. Im letzten Jahr wurden 46 Frühgeborene unter 1.500 Gramm  versorgt, darunter 37 Kinder, die bei ihrer Geburt unter 1.250 Gramm gewogen haben.


Bildunterzeile:
Wie auch im letzten Jahr wird die Frauen- und Kinderklinik St. Louise am Dienstag in lila erstrahlen. Foto: Frauen- und Kinderklinik St. Louise