Vorhofflimmern − gefährlicher als gedacht?

Prof. Andreas Dr. Götte eröffnet die Herzwochen am 2. November

In diesem Jahr eröffnet Prof. Dr. Andreas Götte, Chefarzt der Medizinischen Klinik II des St. Vincenz-Krankenhauses, am Mittwoch, 2. November, die bundesweiten „Herzwochen“ im Raum Paderborn. In Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung klären Spezialisten über gefährliche Herzrhythmusstörungen auf. Das diesjährige Motto lautet: „Turbulenzen im Herz – Vorhofflimmern“. Prof. Götte lädt dazu alle Interessierten um 18 Uhr in das Hotel Aspethera (Am Busdorf 7, Paderborn) ein. Die Veranstaltung ist kostenlos. 

Vorhofflimmern ist die meistverbreitete anhaltende Herzrhythmusstörung und eine der häufigsten Ursachen für ambulante Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte. Nach aktuellen Schätzungen sind rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen. Aufgrund des demografischen Wandels und der Zunahme von Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Übergewicht steigt die Zahl der Vorhofflimmerpatienten ständig. Experten rechnen mit einer Verdoppelung in den nächsten 50 Jahren. Das „Vorhofflimmer-Zentrum“ des St. Vincenz-Krankenhauses ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert und behandelt jährlich 1000 Patienten mit Vorhofflimmern. 

„Das häufigste Symptom ist ein anhaltender unregelmäßiger Pulsschlag, der plötzlich auftaucht und länger als 30 Sekunden anhält. Hinzu kommen oft auch Schwindelgefühl und geminderte Leistungsfähigkeit. Zumeist verschwindet das Vorhofflimmern genauso abrupt, wie es auch aufgetaucht ist. Besonders tückisch ist es, dass Vorhofflimmern bei mehr als der Hälfte aller Patienten ohne Beschwerden oder Symptome auftritt und somit lange Zeit unbemerkt bleibt“, erklärt Götte. 

An diesem Abend wird auch eine ehrenamtlich Beauftragte der Deutschen Herzstiftung mit vielen Informationsmaterialien vor Ort sein. Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit für Fragen der Zuhörer eingeplant. Für die Veranstaltung gilt die 3G-Regel: Alle Teilnehmer müssen einen Nachweis bereithalten, dass sie entweder geimpft, getestet oder genesen sind. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter fragen-sie-vincenz@vincenz.de erforderlich.