20 Jahre Sozialpädiatrisches Zentrum an der Kinderklinik St. Louise

Große Strahlkraft in der Region

20 Jahre ist es her, dass der Grundstein für das Sozialpädiatrische Zentrum – kurz SPZ – der Frauen- und Kinderklinik St. Louise gelegt wurde. Das gesamte Team feierte nun gemeinsam die Meilensteine der letzten Jahre und stellte die Arbeit des SPZ vor Fachpublikum vor. Rund 120 niedergelassene Kinderärzte, Psychologen und Therapeuten kamen zu einem Symposium zusammen.

„Mit großer Beharrlichkeit und Ausdauer haben damals Dr. Dorothea Groddeck und Dr. Klaus-Dieter Kauther das SPZ an den Start gebracht. Damals wie heute bieten wir erstklassige Diagnostik für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen. Viele Kinder und deren Familien haben durch unser SPZ-Team wertvolle Hilfe erfahren. Darauf können wir alle sehr stolz sein“, eröffnete Geschäftsführerin Schwester Bernadette M. Putz das Symposium. In der Anfangsphase betreute das Team rund 1.500 bis 2.000 Patienten pro Jahr. Heute sind es knapp 5.000. Eine Vielzahl der Patienten werden bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter in die Klinik überwiesen. Zu den Schwerpunkten der ersten Stunde kamen viele weitere hinzu. „Gerade im Bereich der Neuropädiatrie hat sich das Leistungsspektrum enorm erweitert. Wir führen eine zertifizierte Epilepsieambulanz, eine Down-Syndrom-Ambulanz und bieten spezialisierte Sprechstunden beispielsweise für Kopfschmerzen, Kinderorthopädie und Kinderneurochirurgie an. Mit breit aufgestellter Fachexpertise können wir chronisch erkrankte und behinderte Kinder und ihre Familien umfassend mit betreuen“, so PD Dr. Friedrich Ebinger, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jungendmedizin, der vor elf Jahren die Leitung des SPZ übernahm. Das heute 35-köpfige Team des SPZ hatte für das Fachpublikum zu den Themen Autismus, AD(H)S und Kunsttherapie die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse herausgearbeitet. „Die Zahl der Kinder, die uns mit dem Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung oder das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom vorgestellt werden, nimmt immens zu. Hier ist die Achtsamkeit der Pädiater und Therapeuten gefragt, sodass wir uns über das Interesse an unserer Veranstaltung sehr freuen“, so Dr. Christina Dolle, Oberärztin im SPZ. „Wir haben bereits ein großartiges Netzwerk mit Frühförderstellen, Sozialämtern, Schulen und Kindergärten und den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen aufbauen können, die ineinandergreifen und sich gegenseitig unterstützen.“

Bildunterzeile: Das Team des Sozialpädiatrischen Zentrums feiert in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum. Foto: St. Vincenz-Kliniken