Erste Operationen im neuen OP-Zentrum

Erster Bauabschnitt ist beendet

Salzkotten. Kurz vor Weihnachten wurde das neue OP-Zentrum des St. Josefs-Krankenhauses in Salzkotten in Betrieb genommen: Die Chefärzte operierten mit ihren Teams ihre ersten Patienten in den hochmodernen Sälen. Damit ist der erste Bauabschnitt des Millionenprojektes abgeschlossen.

„Alle Abnahmen waren erfolgreich und alle Installationsarbeiten waren planmäßig abgeschlossen, sodass wir uns dazu entschieden haben, schon vor den Feiertagen die ersten Operationen anzu-setzen. Denn in dieser Zeit ist es im Krankenhaus erfahrungsgemäß etwas ruhiger. So stellen wir auch sicher, dass unsere Mitarbeiter die neuen Wege und Abläufe festigen können“, erklärt Markus Schröder, Technischer Direktor der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH. „Die erste OP in den tollen modernen Räumlichkeiten war natürlich ein Highlight zum Jahresabschluss“, freut sich PD Dr. Ralf Steinert, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie.

Zunächst gehen drei OP-Säle in Betrieb. Der vierte Saal wird noch bis die restlichen Nebenräume fertiggestellt sind als Einleitungsraum dienen, in dem die Patienten ihre Narkose erhalten und für die OP vorbereitet werden. Ab Mitte Januar werden auch die ersten gynäkologischen Operationen in dem neuen OP-Zentrum stattfinden – hier wartet das Team der Gynäkologie noch auf die Lieferung eines speziellen Operationstisches für Not-Kaiserschnitte. „Die bisherigen OP-Säle bleiben noch eine Weile als ‚Backup‘ zur doppelten Sicherheit in Betrieb“, berichtet Schröder.

Nicht nur für die Bauherren war das Projekt OP-Neubau ein großes, sondern auch für viele Mitarbeiter des „St. Josefs“. Aus logistischen Gründen musste auch die Intensivstation komplett umziehen. Dabei wurden acht Intensivpatienten Anfang Dezember verlegt. Doch auch hier gab es dank einer optimalen Vorbereitung keinerlei Komplikationen. „Der erste große Meilenstein ist nun gesetzt. Ein solch großes Projekt kann man nur mit engagierten Mitarbeitern erfolgreich umsetzen. Darauf sind wir sehr stolz“, lobt Dr. Josef Düllings, Hauptgeschäftsführer der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH. Im neuen Jahr beginnt dann der zweite Bauabschnitt: Die älteren Operations-säle werden zu Umkleiden, Vorbereitungsräumen, Einleitungsräumen und einem Aufwachraum umgebaut.

Bildunterzeile von links:
Die OP-Säle sind in Betrieb: PD Dr. Ralf Steinert, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, PD Dr. Marco Ezechieli, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, Schwester Cäcilie M. Müller, Hausoberin, Dr. Martin Baur, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Dr. Christoph Lescher, Oberarzt Anästhesie, Michael Schäfer, Leitung Anästhesie Pflege, Ralf Tewes, OP-Leitung, Prof. Dr. Michael Patrick Lux, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Foto: St. Vincenz-Krankenhaus/ Hoppe

 

OP-Anbau Salzkotten im Überblick:

Im März 2017 erfolgte der Spatenstich für das neue OP-Zentrum. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 10 Millionen Euro, davon flossen etwa 7 Millionen Euro in den ersten Bauabschnitt. Die Gesamtfläche des Anbaus beträgt 600 Quadratmeter – pro OP-Saal stehen nun ca. 50 Quadratmeter zur Verfügung. 110 Tonnen Baustahl und 1.100 Kubikmeter Beton wurden verbaut. Auf der ersten Ebene befinden sich die vier Operationssäle und erforderlichen Nebenräume. Im kompletten Obergeschoss ist die Technik untergebracht. Die Untergeschosse des Neubaus bieten bei Bedarf in Zukunft noch Ausbaureserven.